Vorsorge - ZINTL Bestattungen

Vorsorge für das Lebensende

Jetzt schon alles für nachher regeln

Für viele Menschen ist es immer wichtiger, sich mit dem eigenen Lebensende und einer dann folgenden Bestattung auseinander zu setzten. Es ist sinnvoll, bereits zu Lebzeiten Vorkehrungen zu treffen, um Angehörige in der Zeit der Trauer zu entlasten und den Abschied mit selbstbestimmten Entscheidungen zu Lebenszeiten nach den individuellen und persönlichen Wünschen gestalten zu können.

Dies beinhaltet auch die finanzielle Vorsorge, da jeder Mensch oder Angehörige finanziell selbst für die Bestattung aufkommen muss. Für viele Menschen ist es kaum vorhersehbar, wie die Finanzen im Todesfall aussehen. Aus diesem Grund bedeutet eine Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten einerseits die eigenen Wünsche für den Todesfall abzusichern und anderseits die Angehörigen zu entlasten. Mehr Informationen zum diesem Thema erhalten Sie unter der Rubrik „Finanzielle Vorsorge“.

Neben der finanziellen Vorsorge sind Vorsorgevollmachten ein weiterer wichtiger Aspekt. Im Laufe eines Lebens kann es sein, dass man irgendwann nicht mehr für sich selbst entscheiden kann. Das kann im Rahmen einer Krankheit, Behinderung oder plötzlich durch einen Unfall hervorgerufen werden. Liegt keine Vorsorgevollmacht vor, kann unter Umständen ein rechtlicher Betreuer bestellt werden, der ab diesem Zeitpunkt die wichtigsten Entscheidung für den handlungsunfähigen Menschen trifft. Damit dieser Zustand verhindert werden kann, ist es wichtig, im Vorfeld wichtige Entscheidungen zu treffen und diese rechtssicher zu dokumentieren.

Damit Sie einen kurzen Überblick über einige Vollmachten und Verfügungen bekommen, haben wir im folgenden Abschnitt einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Die dort aufgeführten Informationen sind jedoch unverbindlich und stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar, sondern dienen lediglich der Information.

Aus diesem Grund bitten wir Sie, bei rechtlichen Fragen das zuständige Amtsgericht oder einen Notar zu kontaktieren.

BMJV Partner - ZINTL Bestattungen

Weitergehende Informationen erhalten Sie darüber hinaus auf der Website des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz unter www.bmjv.de.

Sorgenfrei Vorsorgen: der Bestattungsvorsorgevertrag

Immer öfter entscheiden sich Menschen dazu, zu Lebzeiten einen Bestattungsvorsorgevertrag abzuschließen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ihre eigene Bestattung nach ihren Wünschen und Vorstellungen abläuft und die Angehörigen nicht mit den finanziellen Belastungen der Bestattungskosten kämpfen müssen. Doch welche Wünsche dürfen eigentlich im Rahmen einer Bestattungsvorsorge für die eigene Beerdigung festgehalten werden? Wir möchten Ihnen ausführlich zum Thema informieren und Ihnen alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen.

Welchen Sinn erfüllt ein Bestattungsvorsorgevertrag?

Ein Bestattungsvorsorgevertrag ermöglicht es, individuelle Wünsche für die eigene Beerdigung verbindlich festzuhalten. Dabei kann etwa die Art der Bestattung, sei es eine Erdbestattung oder Feuerbestattung sowie die Gestaltung der Trauerfeier vertraglich fixiert werden. Der Abschluss eines solchen Vertrags dient einerseits dazu, als Vorsorgender bereits zu Lebzeiten das beruhigende Gefühl zu haben, dass alles für die eigene Beerdigung geregelt ist und somit ein Gefühl von Sicherheit bekommen. Andererseits möchten Vorsorgende durch den Abschluss einer Bestattungsvorsorge auch finanzielle Absicherung für die eigene Beerdigung erreichen und verhindern, dass Angehörige die Bestattungskosten tragen müssen. Die Bestattungsplanung durch einen Vorsorgevertrag hat also einen doppelten Nutzen für den Vorsorgenden.

Was kann in einem Bestattungsvorsorgevertrag alles festgelegt werden?

Der erste Teil dieser Vorsorge beschäftigt sich mit den ganz persönlichen Vorstellungen zur eigenen Beerdigung. Wie jede Person einzigartig ist, so unterscheiden sich ebenfalls die individuellen Wünsche und Erwartungen bezüglich der Beisetzung. Daher hängt alles, was in diesem Abschnitt des Vertrags zur Bestattungsvorsorge aufgeführt wird, von den persönlichen Anforderungen ab. Beispielsweise kann man spezifizieren, welche Art der Bestattung man bevorzugt und wie man sich die Trauerfeier vorstellt.
Der zweite Teil des Vertrags regelt die Kosten der Bestattung sowie die zu leistenden Beiträge, um eine finanzielle Absicherung der Dienstleistungen für die eigene Beerdigung zu gewährleisten.

Finanzielle Vorsorge – Unser Treuhandkonto 

Wie die Finanzen im Todesfall aussehen, ist angesichts eventuell anfallender Pflege- und Heimkosten kaum vorhersehbar. Somit bedeutet Bestattungsvorsorge auch, neben den eigenen Wünsche die eigene Bestattung finanziell abzusichern und gleichzeitig die Angehörigen zu entlasten.

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, für die eigene Bestattung oder die eines Angehörigen finanziell vorzusorgen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, bei uns einen Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag abzuschließen. Sie zahlen eine durch Sie festgelegte Treuhandeinlage auf unser spezielles Treuhandkonto ein, welches wir treuhänderisch für Sie verwalten. Im Todesfall wird das auf dem Konto befindliche Vermögen zweckgebunden an die Hinterbliebenen oder an eine Ihnen bestimmte Person ausgezahlt. So können Sie sicher sein, dass Ihre Angehörigen im Trauerfall nicht mit den finanziellen Belastungen der Beisetzung konfrontiert werden. Dieser Service ist für Sie natürlich kostenfrei.

Es ist dabei zu beachten, dass die Kommunen und Landkreise in Deutschland
unterschiedliche Höchstbeträge als verhältnismäßig für die Bestattungsvorsorge anerkennen.

Wir geben Ihnen gerne Auskunft über die aktuellen Beträge,
die Ihre Kommune oder Kreisverwaltung als Verhältnismäßig anerkennt.

Die statthaften Beträge für eine verbindliche Bestattungsvorsorge liegen über dem Betrag des sogenannten Schonvermögens (bei Grundsicherung im Alter) von derzeit 5.000 € für Alleinstehende. Anerkannt werden Beträge bis zu 10.000 €

Bei Fragen zur Bestattungsvorsorge können Sie uns gerne kontaktieren und einen Beratungstermin vereinbaren.

Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

Eine Vorsorgevollmacht dient der Unterstützung und dem Schutz von erwachsenden Menschen, die wegen einer physischen Krankheit oder geistigen Angelegenheit Entscheidungen ganz oder teilweise nicht mehr selbst treffen können und deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Mit einer Vorsorgevollmacht übertragen Sie somit einem Bevollmächtigten / einer Bevollmächtigten ihrer Wahl im Betreuungsfall das Betreuungsrecht, rechtswirksam Entscheidungen für Sie zu treffen. Der von Ihnen festgelegte Bevollmächtigter / die Bevollmächtigte hat die Ihm / Ihr übertragenden Aufgaben nach dem Wohl des Betreuten / der Betreuten zu erledigen.

Eine Vorsorgevollmacht schließt beispielsweise die Gesundheitsvorsorge (geplante und notwendige Operationen) sowie Finanzen (Konto führen, Rechnungen bezahlen) und die Aufenthalts- und Wohnungsangelegenheiten (Entscheidung, ob Sie in einem Pflegeheim oder Zuhause versorgt werden) mit ein. Häufig werden Ehepartner oder Kinder als Bevollmächtigte eingesetzte, wobei ein Verwandtschaftsverhältnis nicht zwingend für eine Vorsorgevollmacht erforderlich ist.

Sollten es Ihnen aus verschiedenen Gründen nicht möglich sein, einen bestimmten Bevollmächtigten / eine bestimmte Bevollmächtigte für eine Vorsorgevollmacht zu benennen, können mittels einer Betreuungsverfügung die Regelung für die entsprechende Auswahl durch das Betreuungsgereicht festlegen.

Sie stellen somit im Vorfeld die Vorgaben auf, nach denen ein Betreuer / eine Betreuerin vom Gericht bestimmt werden soll, ohne das Sie bereits im Vorfeld eine bestimmte Person als Bevollmächtigte bestimmen. Dieser gerichtlich bestellter Bevollmächtigter / Bevollmächtigte steht darüber hinaus unter Aufsicht des Betreuungsgericht und übt in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsgericht die Verwaltung der Aufgaben für Sie aus.

Eine Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung kann jederzeit widerrufen werden.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung gibt der Gesetzgeber allen volljährigen Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit, in jeder Phase vorsorglich für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit festzulegen, ob und in welcher Ausprägung eine ärztliche Behandlung oder Pflege erfolgen oder nicht erfolgen soll.

Eine Patientenverfügung ist für alle Beteiligten (Ärzte, Angehörige, Bevollmächtigte, Gerichte) verbindlich, wenn sie den Willen des Einwilligungsfähigen für die konkrete Behandlungssituation klar erkennen lässt.

Eine Patientenverfügung kann ebenfalls jederzeit widerrufen werden.

Der Erbfall

Mit dem Tod einer Person geht deren Vermögen (Aktiva und Passiva) als Ganzes auf die Erben über. Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Zum Nachweis für diesen Vermögensübergang dient den Erben ein Erbschein. Der Erbschein ist ein vom Nachlassgericht ausgestellter Nachweis darüber, wer Erbe ist und wie hoch der Erbteil der einzelnen Erben ist. Das gilt vor allem dann, wenn Guthaben bei Banken oder Versicherungen, bzw. Grundeigentum vorhanden ist.

Erbe wird man auch ohne Erbschein – und zwar aufgrund der gesetzlichen Erbfolge oder einem öffentlichen bzw. privaten Testament. Will man nach dem Erbfall als Erbe z.B. gegenüber Mietern/Vermietern, Banken, Behörden, Geschäftspartnern etc. auftreten, ist in der Regel ein Erbschein erforderlich.

Der Weg zum Erbschein

Der Weg zum Erbschein: Der Erbschein wird beim Amtsgericht (Nachlassgereicht) auf Antrag den Erben erteilt. Zuständig ist das Nachlassgericht, in dessen Bezirk der/die Verstorbene den letzten Wohnsitz hatte. Die Erben können sich auch an einen Notar wenden, der den Erbschaftsantrag mit ihnen zusammen vornimmt.

Zu beachten ist, dass der Antragsteller bzw. die Antragstellerin mit dem Antrag zur Erteilung des Erbescheins beim Nachlassgereicht die Erbschaft automatisch annimmt. In diesem Fall kann das Erbe nicht mehr nachträglich ausgeschlagen werden, wenn z.B. etwaige Schulden vorliegen.

Bei Antragstellung ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass vorzulegen. Nicht jeder Erbe benötigt einen Erbschein. Können die Erben ihr Erbrecht beispielsweise durch ein öffentliches oder privates beglaubigtes Testament nachweisen, ist die Ausfertigung eines Erbscheins nicht erforderlich. Die Kosten für das Erbscheinverfahren werden anhand der Nachlasssumme festgesetzt.

Benötigte Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass des Antragstellers
  • Sterbeurkunde des Erblassers
  • Familienstammbuch oder sämtliche Geburts- und Abstammungsurkunden
  • Heiratsurkunden bei Ehegatten
  • Sterbeurkunden der Personen, die als Miterbe in Betracht gekommen wären, wenn sie den Erbfall erlebt hätten
  • Scheidungsurteil, wenn der Erblasser geschieden war
  • Anschrift der Miterben sowie der lebenden und Verstorbenen Verwandten des Erblassers
  • Falls vorhanden Testamente oder Erbverträge                 

Wer kann den Antrag stellen?

Antragberechtigt sind die Erben. Sind mehrere Erben vorhanden, reicht es aus, wenn ein Miterbe / eine Miterbin den Antrag stellt. Wird der Antrag nicht von sämtlichen Erben gestellt, ist dem Nachlassgericht für die übrigen Erben eine Vollmacht oder Zustimmungserklärung vorzulegen. Wird ein Erbschein nach gesetzlicher Erbfolge beantragt oder ist das vorgelegte Testament eindeutig und nicht bestritten, erteilt das Nachlassgericht den Erbschein in der Regel, ohne größere Untersuchungen anzustellen.

Das Erbe ausschlagen? Die Frist für die Annahme oder die Ausschlagung der Erbschaft beträgt sechs Wochen ab Kenntnis des Erbfalls. In der Regel wird diese Kenntnis mit dem Tag des Todes gewonnen. Die Frist setzt demzufolge mit dem Todesdatum ein. Die Ablehnung der Erbschaft hat durch eine persönliche Vorsprache am Nachlassgericht zu erfolgen. Der Erbe / die Erbin entscheidet selbst, ob diese Vorsprache bei dem Nachlassgericht des eigenen Wohnorts (beispielsweise bei einer großen räumlichen Distanz zum Erblasser / der Erblasserin) oder des Wohnorts des Erblassers / der Erblasserin vorspricht.

Das Erbe ausschlagen 

Um das Erbe ablehnen zu können, muss der Erbe persönlich beim Nachlassgericht am eigenen Wohnsitz oder am letzten Wohnsitz des Erblassers erscheinen und sich ausweisen. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Notar zu beauftragen. Die Frist zur Ausschlagung beträgt 6 Wochen und beginnt, sobald der Erbe davon Kenntnis hat, dass er das Erbe angetreten hat. Hierbei wird vorausgesetzt, dass der Erbe über das Verwandtschaftsverhältnis und die gesetzliche Erbfolge informiert ist.